Mit seinen 8,5 Millionen Quadratkilometern nimmt Brasilien fast die Haelfte des sued-amerikanischen Kontinents ein. Die groesste Entfernung Ost – West sind 4.330 Kilometer, die groesste Entfernung Nord – Sued betraegt 4.345 Kilometer. Kein Wunder, dass auf dieser Riesenflaeche alle Landschaftsformen zu finden sind, von der Halbwueste bis zum Regenwald, und das Brasilien mit seinen verschiedenen Oekosystemen ueber die groesste Vielfalt an Biosystemen auf der Welt verfuegt.

Der hoechste Berg Brasiliens ist der Pico da Neblina mit 3.014 Metern. Er liegt an der Grenze zu Venezuela. Ebenfalls in dieser Gegend liegt der Monte Roraima mit 2.875 m. Wichtige Gebirgszuege sind die Serra do Espinhaço in Zentralbrasilien, die Serra da Mantiqueira zwischen São Paulo und Rio, die Serra do Mar, noerdlich von Rio de Janeiro und das Kuestengebirge, zwischen Rio und Joinville und die Serra Geral zwischen Florianopolis und Porto Alegre. Diese Gebirgszuege erreichen aber im Durchschnitt nicht mehr als maximal 1.500 Meter Hoehe. Der Rest des Landes ist relativ flach. Mit Ausnahme von Chile und Ecuador grenzt Brasilien ansonsten an alle anderen suedamerikanischen Laender. Die groesste Bevoelkerungsdichte findet sich im Kuestenbereich am Atlantik. Direkt an der Kueste oder nicht weit entfernt liegen auch die grossen Staedte – São Paulo mit 18 Millionen Einwohnern, Rio de Janeiro mit 10 Millionen. Andere grosse Staedte an der Kueste sind Fortaleza, Recife und Salvador Weiter im Landesinneren liegen Belo Horizonte mit 2,3 Millionen Einwohnern und Brasilia, die Hauptstadt, mit 2 Millionen Bewohnern. Wichtige Staedte im Sueden sind Porto Alegre (1,4 Mio.), Florianopolis (350 Tsd.) und Curitiba (1,6 Mio.).

Brasilien gliedert sich in 26 Bundesstaaten und einen Bundesdistrikt um die Hauptstadt Brasilia. Die 26 Bundesstaaten verteilen sich wie folgt :

• Der Norden besteht aus den Bundesstaaten Amazonas, Pará, Acre, Rondônia, Roraima, Amapa und Tocantins. Die gesamte Region ist nur schwach besiedelt. Die Mehrzahl der Bevoelkerung lebt in den Staedten Manaus und Belém.

• Die Bundesstaaten des Nordostens sind Maranhão, Piauí, Ceará, Rio Grande do Norte, ###Paraíba, Pernambuco, Alagoas, Sergipe und Bahia. Obwohl von dieser Region die Koloniesierung Brasiliens ausging, leben heute hier nur 30% der Bevoelkerung. Das reiche kulturelle Erbe und die unvergleichliche Schoenheit der Kueste machen diese Region zu einem Anziehungspunkt fuer Touristen.

• Im Mittleren Westen Brasiliens finden sich nur 6% der Bevoelkerung. Vor der Gruendung Brasilias war die Bevoel-kerungsdichte noch viel geringer. Durch gezielte Wirtschaftspolitik erleben die Bundesstaaten Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Goiás sowie der Bundesdistrikt derzeit ein starkes Wachstum, was einen weiteren Anstieg der Bevoelkerungszahl zur Folge hat.

• Der Suedwesten ist der oekonomische Schwerpunkt, mit grossen Industriestandorten in oder in unmittelbarer Umgebung der Staedte São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. 45% der gesamten Bevoelkerung Brasiliens leben hier. Dank der geballten Wirtschaftskraft hat sich hier eine Vielzahl guter Hotels, Restaurants und Einkaufs-zentren installiert. In den vier Bundesstaaten Espirito Santo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und São Paulo finden sich nicht nur Industrieansiedlungen, sondern auch viele kulturelle Denkmaeler, ein herrlicher Kuestenstreifen zwischen Santos und Rio und Reste des Atlantischen Regenwalds als wichtiges oekologisches Refugium.

• Der Sueden ist der Teil Brasiliens mit den meisten europaeischen Merkmalen. Die Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul sind die neue Heimat vieler Einwanderer aus Italien, Deutschland, Oesterreich, der Schweiz und aus Laendern Osteuropas. 15% der brasiliansichen Bevoelkerung leben hier. Die Wirtschaftsstruktur dieser Region ist eine gute Mischung aus Industrie und Landwirtschaft, vor allem Viehzucht und Weinanbau. Touristischer Glanzpunkt sind die beruehmten Iguaçu-Wasserfaelle. Dokument der brasilianischen Geschichte sind die Ruinen der Jesuitenmissionen. Die Serra Geral laedt mit ihren Hochflaechen und Canyons zu Wanderungen ein.

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