Viele Koeche verderben den Brei“ – dieser Spruch gilt nicht für die brasilianische Kueche. Es ist gerade die Vielfalt der Akteure – Indios, Portugiesen, Negersklaven aus Afrika, Einwanderer aus Europa, dem Mittleren Osten und Asien – und der Reichtum an den unterschiedlichsten Rezepten, Gewuerzen und Zutaten, der heute die brasilianische Gastronomie praegt.Die Brasilianische Kueche bietet viel Abwechslung, denn sie vereint das Erbe verschiedener Voelker
Eine sehr guenstige Essensmoeglichkeit sind die sogenannten Kilo-Restaurants - das sind Restaurants mit einem grossen Bueffett, man nimmt sich was man moechte, dann wird der Teller gewogen, und man bezahlt einfach nur was man isst. Man kann hier schon ab 7 - 10 R$ ein ganzes Menue essen. Bei Restaurants á la carte sollte man stets drauf achten, denn die Portionen sind riessig, oft reicht eine Portion fuer 2 Personen.
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fischarten und eine ebensolche Vielzahl der unterschiedlichsten Zubereitungen. Köstlich sind Zubereitungen mit Tambaquí (dieser Fisch schmeckt nach dem, was er gerne frisst – nach Fruechten), Tucunaré (ein Raubfisch) oder Pirarucu (der groesste bekannte Suesswasserfisch). Aber auch die kleinen Sardinhas schmecken sehr gut Entlang der ganzen Kueste, aber vor allem in Bahia, finden Sie Gerichte wie Moqueca, eine Art Eintopf mit Fisch und/ oder Meeresfruechten, viel Pfeffer, Kokosmilch und Oel der Dendê-Palme (ein rotes Oel mit eigenem Geschmack), der mit Reis serviert wird.
In Rio trifft sich deftiges Essen wie die „Feijoada“. Verlassen Sie Brasilien nicht, ohne vorher - eine Feijoada probiert zu haben. Die Feijoada ist sozusagen das Nationalgericht der Brasilianer. Sie ist eine „Erfindung“ der Negersklaven, die die Reste, die vom Tische der portugiesischen Herren abfielen, moeglichst gut verwerten wollten. So entstand dieses Gericht, in das neben schwarzen Bohnen auch Ohren, Schwaenze und Fuesse von Schweinen eingearbeitet wurden. Heutzutage sind die schwarzen Bohnen weiterhin die Grundlage, die Zutaten haben sich jedoch verfeinert. Es werden verschiedene Sorten geraeuchertes oder sonnengetrocknetes Fleisch und geraeucherte Wurst verwendet, dazu gibt es weissen Reis. Als Beilagen kommen Orangenscheiben, Farofa (Mandiocamehl mit Zutaten) und duenn geschnittene Kohlblaetter auf den Tisch.
In Minas Gerais sind noch die Wurzeln der portugiesischen Kueche erhalten geblieben, eine sehr deftige Art der Speisenbereitung, ursprünglich gedacht fuer Leute, die schwer auf dem Feld arbeiten muessen oder wochenlang mit den Pferdekarawanen zu Fuss unterwegs sind. Heute lassen sich diese Gerichte nur mit einem kraeftigen „Nachverdauer“ des lokalen Zuckerrohrschnaps bewaeltigen. Auch die koestlichen Kaesebaellchen „Pão de Queijo“ (eigentlich Kaesebrot) stammen aus Minas. Aussen kross gebacken und innen noch weich, sind sie eine „tentação“, eine staendige Versuchung. .
In den „Churrascarias“, den Lokalen, in denen der „Churrasco“ serviert wird, koennen Sie fuer einen festen Preis nach Herzenslust solange von den verschiedenen angebotenen Fleischsorten essen, bis Ihr Fassungsvermoegen erreicht ist. Unter der Vielzahl der angebotenen Fleischarten ist „Picanha“ die edelste Sorte – zart, saftig, auf der Zunge zergehend.
Neben den auch in Europa bekannten Fruechten wie Banane, Abacaxi (Ananas), Manga (Mango) und Papaya (die aber hier viel besser und intensiver schmecken) gibt es eine Vielzahl anderer Fruechte mit exotischen Namen wie Açai, Cajú, Cupuaçu, Graviola, Mangostim, Carambola, Pitange, Romã, Cajá, Umbú, Tamarindo, Saputi, Jaboticaba, Acerola mit ganz eigenen Geschmacksnoten. Probieren Sie einfach einmal !
der Versuchung der koestlichen Appetithaeppchen erlegen zu sein. Sie heissen auf Portugiesisch „Salgadinhos“ und beinhalten Gerichte fuer den kleinen Hunger wie Bolinhas de Bacalhão (Kabeljau-Kroketten), Iscas de Peixe (kleine frittierte Fischstückchen), Filet aperitivo (kleine gegrillte Fleischstueckchen), Carne de Sol (sonnengetrocknetes Fleisch, aehnlich Buendner Fleisch) und Pão de Qeijo (Kaesebaellchen).
Das Nationalgetraenk der Brasilianer besteht aus einer Mischung von Limettensaft, Zucker und Eiswuerfeln, die anschliessend mit Cachaça, dem lokalen Zuckerrohrschnaps, uebergossen wird. Der beste Ort, eine Caipirinha zu trinken, ist ein schattiger Platz am Strand.
„Chopp“ nennt sich in Brasilien das Bier vom Fass. Wenn Sie „Cerveja“ bestellen, erhalten Sie entweder eine „Lata“, Bier in der Dose, oder eine „Garaffa“, Bier in der Flasche.
Muntermacher Guaraná . Dieses Getraenk wird aus dem Extrakt der Samen des Guarana-Baumes hergestellt und wirkt anregend.
Brasilien ist einer der groessten Kaffeeproduzenten weltweit. Normalerweise wird der Kaffee zum Fruehstueck mit Milch serviert. Der „Cafezinho“, die kleine Tasse Kaffee nach dem Essen, ist schwarz und stark.